Der Goldene Leuchter – Seine Pflege (Teil 3)

Das Heiligtum

2.Mose 27:20-21: “Und du sollst den Kindern Israels gebieten, dass sie dir reines Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen, damit beständig Licht unterhalten werden kann. In der Stiftshütte, außerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis hängt, sollen Aaron und seine Söhne es zurichten, vom Abend bis zum Morgen, vor dem HERRN. Das ist eine ewige Ordnung, die von den Kindern Israels eingehalten werden soll bei ihren [künftigen] Geschlechtern.”

Die Gläubigen bringen das Öl für den Leuchter herbei

Heute ist die Gemeinde dieser Leuchter, wie es uns in Offb. 1:12-13, 20 gezeigt wird. Die Gemeinde soll ein scheinendes, brennendes Licht sein, wozu es unbedingt des Öls bedarf. Dieses Öl ist ein Bild auf den Heiligen Geist. Ist der Geist nicht anwesend, dann gibt es kein Licht. Aber woher kommt der Geist? Natürlich kommt Er von Gott, aber dennoch kommt Er – wie wir in 2.Mose 27:20-21 ganz deutlich sehen – von den Kindern Israels. Das zeigt, dass der Heilige Geist nicht einfach so in der Luft schwebt, sondern in die Gläubigen hinein gegeben ist. Wenn du wiedergeboren bist, wohnt der Heilige Geist in dir – aber wie kann sich das in den Leuchter hinein auswirken? Es gibt keine Rohrleitung, die in die Himmel hinaufführt, sodass das Öl direkt von Gott her in den Leuchter fließt; auch wird Er nicht vom Himmel herab kommen, um ihn selbst zu füllen. Vielmehr mussten die Kinder Israels dieses „reine Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter bringen“ (V. 20). Sie hatten dafür die Oliven zu ernten und zu pressen, das Öl daraus zu gewinnen und zur Stiftshütte zu bringen. Wenn wir das Öl nicht hinzu bringen, kann der Leuchter nicht leuchten. Meint nicht, dass es in Gottes Verantwortung liegt, das Öl zu bringen. Gott gab uns den Heiligen Geist, aber wir müssen Ihn zum Leuchter tragen.

Die kleinen Lampen müssen täglich nachgefüllt werden

Die Lampen auf dem Leuchter sind nicht sehr groß. Tatsächlich sind diese Lampen sogar ziemlich klein. Wenn das Öl nicht nachgefüllt wurde, konnten sie nur längstens eine Nacht lang brennen, da sie „vom Abend bis zum Morgen“ zugerichtet werden mussten (V. 21). Im Gegensatz dazu werden Ölheizungen mit großen Tanks ausgestattet (bis zu mehreren hundert Litern), damit ihr nicht die Mühe des täglichen Nachfüllens habt. Aber ihr könnt nicht hingehen und einen 50-Liter-Tank oben auf dem Leuchter anbringen! Die Kinder Israels hatten eine große Verantwortung, das Öl herbei zu bringen. Wenn niemand Oliven daheim hat und niemand sich darum kümmert, das Öl zu bringen, wird der Leuchter schnell aufhören zu scheinen. Anstatt unaufhörlich zu brennen, wird er nach ein paar Stunden verlöschen.

Für das Scheinen des Leuchters bedarf es der Priesterschaft

Das wahre, strahlende Zeugnis des Herrn kann nur sichtbar werden, wenn es eine Priesterschaft gibt, die sich darum kümmert. Der Leuchter, die heutige Gemeinde, benötigt das Öl, um zu scheinen. Dieses Öl kann nur durch die Priesterschaft in die Gemeinde gelangen. Wir gehören alle bereits zu der ersten, allgemeinen Gruppe von Menschen in 2.Mose 27:20-21, den Gläubigen, den Kindern Israels. Aber unter ihnen ist eine bestimmte Gruppe, Aaron und seine Söhne, die allein Zugang zum Inneren der Stiftshütte haben. Selbst wenn alle Gläubigen ihren Teil des Heiligen Geistes beitragen, können sie ihn dennoch nicht in das Heiligtum hinein bringen. Nur die Priester können hineingehen und den Leuchter pflegen: „in der Stiftshütte … sollen Aaron und seine Söhne es zurichten, vom Abend bis zum Morgen“ (V. 21). Das Öl kommt in den Leuchter durch unseren priesterlichen Dienst. Wenn wir heute kein Bewusstsein darüber haben, Priester für Gott zu sein, kann das Öl nicht von draußen in das Heiligtum an den Ort des Leuchters hinein gebracht werden. Gibt es keine Priesterschaft, wird die Lampe nicht brennen und niemand wird das Licht sehen. Ohne die Priesterschaft wird das Licht erlöschen, weil niemand den Leuchter pflegt.

Das Bewusstwerden des Priesterdienstes

Es ist wichtig, dass wir ein Bewusstsein dafür bekommen, Priester zu sein! Wenn wir uns wünschen, dass der Leuchter brennt und die Gemeinde strahlt, dann müssen wir heute die Priesterschaft sein, die die Lampen zurichtet „vom Abend bis zum Morgen”. Gott hat uns Seinen Geist gegeben, aber es liegt in unserer Verantwortung, Ihn zu dem Leuchter zu bringen. „Das ist eine ewige Ordnung … bei ihren (künftigen) Geschlechtern“ (V.21). Lasst uns diese Ordnung beachten und dem Herrn sagen: „Ich möchte Teil dieser Priesterschaft sein. Gib mir das Öl für den Leuchter, sodass deine Gemeinde dadurch hell erstrahlen kann!”