Die Zeichen der Zeit erkennen – Der Traum Nebukadnezars (1)

Daniel antwortete vor dem König und sprach:
Das Geheimnis, nach dem der König fragt, können Weise, Wahrsager, Traumdeuter oder Zeichendeuter dem König nicht verkünden;
aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart;
der hat den König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll.
Mit deinem Traum und den Visionen deines Hauptes auf deinem Lager verhielt es sich so:
Dir, o König, stiegen auf deinem Lager Gedanken darüber auf, was nach diesem geschehen werde, und da hat dir der, welcher die Geheimnisse offenbart, mitgeteilt, was geschehen wird.
 
(Daniel 2:27-29)

Der größte König des babylonischen Königreichs, Nebukadnezar, machte sich Gedanken darüber, was passieren wird, nachdem er stirbt. Daraufhin hatte er einen Traum. Dieser Traum beunruhigte ihn sehr, sodass er alle Traumdeuter und Wahrsager seines ganzen Königreiches rufen ließ, die ihm sowohl seinen Traum und dessen Bedeutung erklären sollten. Doch keiner war imstande dieses Geheimnis zu lüften. Dies verärgerte den König, weswegen er alle Weisen seines Reiches töten wollte. Einer dieser Weisen in seinem Reich war Daniel, ein junger Hebräer, der nach Babylon verschleppt worden war, um an des Königs Hof zu dienen. Als er davon hörte, zog er sich mit seinen drei Freunden zurück und sie riefen zu Gott, dass er ihnen barmherzig sei und ihnen Verständnis gebe, den Traum zu wissen und zu deuten.

Die Relevanz des Traumes

Dieser Traum war etwas sehr Besonderes. Es gibt nur wenige Träume, die diesen in Relevanz und Bedeutung übertreffen. In diesem Traum hat der Gott des Himmels die Frage des Königs Nebukadnezar beantwortet und ihm gezeigt, was nach seinem Tod passieren wird:

Die ganze Entwicklung der Königreiche seit 606 v.Chr. bis heute und in alle Ewigkeit

Es braucht Weisheit von oben

Dieser Traum ist der Beweis dafür, dass der Gott der Bibel alle Dinge weiß und dass die Bibel sein unverfälschtes Wort ist.
Doch um diesen Traum in seiner Tiefe zu verstehen, reicht es nicht aus, den uns überlieferten Text im Verstand zu lesen. Die klügsten und weisesten Männer des großen babylonischen Weltreichs konnten ihn weder verstehen noch deuten. Wir müssen uns so wie Daniel vor dem Gott des Himmels demütigen und ihn um Erbarmen und Einsicht flehen, so wird er uns die Geheimnisse offenbaren. Gott ist dies sehr wichtig, er hat es alles aufschreiben lassen, dass wir erkennen können, in welcher Zeit wir heute leben.

Mir aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich vor allen Lebenden voraus hätte, geoffenbart worden, sondern damit dem König die Deutung bekannt gemacht werde und du erfährst, was dein Herz zu wissen wünscht.
(Daniel 2:30)

In der nächsten Zusammenfassung werden wir uns den Inhalt des Traumes genauer anschauen.

Abschluss: Der Name der Stadt

JAWHEH SHAMMAH – Der HERR ist hier

Der letzte Vers in dem Abschnitt Hesekiel 40-48 ist:

„Und der Name der Stadt soll künftig lauten: »Der HERR ist hier!« (Hesekiel 48:35b)

Nachdem Gott die exakten Anweisungen des Baus seines Hauses auf Erden in den Kapiteln zuvor gegeben hat, wird der Name der Stadt sein: Der HERR ist hier!  

Einerseits ist Gott natürlich allgegenwärtig. Andererseits wohnt er aber nicht überall, und auch seine Herrlichkeit wird nur an einem Ort sichtbar: In dem Haus, das so gebaut ist, wie es ihm gefällt. Heute im Neuen Bund ist dieses Haus die Gemeinde (vgl. 1. Timotheus 3:15). Viele Christen wollen heute Gemeinde bauen; aber wer frägt sich dabei, was Gott gefällt? Die meisten bauen, wie es ihnen gefällt. In einer Gemeinde, die mit Menschenhänden gebaut ist, wird der Herr nicht wohnen (vgl. Offenbarung 3:20).  

Er gibt uns die Anweisungen für den Aufbau seines Tempels in Hesekiel, damit wir heute die Gemeinde nach genau denselben Prinzipien bauen. Daher haben wir uns auch ein Jahr lang im Bibelkreis jedes Detail des Tempelbaus angeschaut, weil wir heute Gemeinde so bauen möchten, wie es Gott gefällt. Gott verspricht: An dem Ort, wo gebaut wird, wie er es sagt, dort wird er Wohnung machen, dort wird er sein. Das ist auch der Ort, an dem ich sein möchte! Es ist kein schönes Gefühl – es ist der Herr selbst, der anwesend ist. Man kann es auch nicht in Worten erklären: Wenn du ein Suchender bist, wirst du es wissen, wenn der Herr da ist.  Der Name der Stadt ist nicht nur ein Name, sondern er ist vielmehr das, was die Stadt ausmacht. Unser Zeugnis soll sein: JAHWEH SHAMMAH – Der HERR ist hier! 

Die Treppenstufen und ihre Bedeutung

Und seine Fenster, seine Halle und seine Palmen hatten dasselbe Maß wie das nach Osten gerichtete Tor; man ging auf sieben Stufen hinauf, und seine Halle war vor ihnen“ (Hesekiel 40:22).

Jedes Detail, das uns vom Tempel beschrieben wird, hat eine geistliche Bedeutung. Gottes Wort ist wirklich erstaunlich; wer außer Gott kann so etwas verfassen? In diesem Bibelkreis haben wir uns angeschaut, welche Bedeutung die Treppen bzw. die Anzahl der Stufen für uns heute haben.

Die sieben Treppenstufen vor den äußeren Toren – das vollkommene Erlösungswerk von Jesus Christus

Vor jedem der drei äußersten Tore des Tempels, die den Eingang in den äußeren Hof ermöglichen, befinden sich sieben Treppenstufen. Die Zahl sieben steht in der Bibel für etwas Vollkommenes, z.B. hat Gott in sieben Tagen die Schöpfung vollendet. Um zu Gott vorwärts zu kommen, brauchen wir Jesus Christus; es gibt keinen anderen Weg zu Gott. Die Tore sind ein Bild auf Jesus – man kann nicht in das Innere des Tempels gelangen, ohne durch eines der drei Tore hindurchzugehen. Die 7 Stufen zeigen das vollkommene Errettungswerk, welches Jesus vollbracht hat.

Durch die Errettung bekommt der Mensch Zugang zu Gott. Damit ein Mensch Errettung aus der Gewalt der Sünde erhalten kann und das ewige Leben Gottes bekommt, muss er mit seinem Herzen glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist und seine Sünden vergeben kann (vgl. Römer 10:10). Allein aus Glauben sind wir errettet, ohne unser Zutun (vgl. Galater 2:16). Zu dieser Errettung können wir nichts hinzufügen; es ist ein vollkommenes Werk, das Jesus Christus vollbracht hat.

Die acht Treppenstufen vor den inneren Toren – das Neue Leben Jesu durch die Auferstehung

Dennoch leben wir als Christen immer noch nicht vollständig im Willen Gottes; deshalb geht der Weg zum Innersten, welches in Hesekiel Haus genannt wird, auch noch weiter. Setzt man seinen Weg durch den äußeren Hof hindurch fort, so hat man, um zu dem inneren Tor zu gelangen, acht Stufen zu nehmen. Die geistliche Bedeutung dieser acht Treppenstufen lesen wir in Römer 6:4: „Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Jesus wurde am ersten Tag der Woche auferweckt. Dieser Tag, der auf den siebten folgt, ist der achte Tag – durch den Tod des alten Menschen und die Auferstehung mit Christus haben wir ein neues Leben, in dem wir leben sollen. Dies wird in Römer 6:11 folgendermaßen beschrieben:

Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!“ Leben wir also durch den Geist in diesem neuen Leben, so haben wir den Zugang in den inneren Hof.

Die zehn Stufen in das Haus
Doch der Weg geht noch weiter; das zeigt, wie abgesondert Gott von allem Natürlichen ist. Er ist heilig, und damit wir vorwärts zu ihm kommen können, müssen wir uns heiligen.
Um vom inneren Hof in das Haus gelangen zu können, müssen zehn Stufen genommen werden. Die Zahl zehn steht unter anderem für die Gerechtigkeit Gottes und auch für unsere Verantwortung vor Gott. Das zeigen z.B. die Zehn Gebote. In Römer 8:3f lesen wir bezüglich der Gerechtigkeit Gottes Folgendes:
Denn was dem Gesetz unmöglich war — weil es durch das Fleisch kraftlos war —, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist“.

Gott möchte, dass die gerechte Forderung des Gesetzes in uns erfüllt wird. Er hat das Gesetz nicht abgeschafft, sondern hat uns Jesus Christus gegeben – er kann das Gesetz in uns erfüllen, damit wir ein Gott wohlgefälliges Leben führen können. Lobt den Herrn für solch eine Weisheit. Lasst uns alle diesen Weg zum Vater nehmen durch Jesus Christus!

Errettung durch das Leben Christi

Die Palmzweige – Ein Bild der wunderbaren Errettung durch das Leben Christi

„Und sieben Stufen führten hinauf und seine Bögen waren vor ihnen, und es hatte Palmen an seinen Pfeilern, eine auf dieser und eine auf jener Seite.“ (Hesekiel 40:26)

„Und es waren (nach außen) verengte Fenster an den Wachzimmern und an den Pfeilern nach innen am Tor auf beiden Seiten. Ebenso waren auch Fenster in den Bögen; und es waren Fenster rings an der (inneren) Vorhalle zum Haus hin; und an den Pfeilern waren Palmen.“ (Hesekiel 40:16)

Wenn du in dieses herrliche Tor zum Tempel hineingehen möchtest, kommst du nicht nur an Wächterkammern und Fenstern, die Licht auf dich werfen, vorbei, sondern auch an Pfeilern zu deiner Rechten und Linken, die wunderbar mit Palmzweigen geschmückt sind, und zwar von unten bis ganz nach oben – was für ein prächtiger Anblick muss dies sein!

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Die Höhe des Tores

„Und er maß die Höhe der Pfeiler, 60 Ellen.“ (Hesekiel 40:14a)

Es ist überaus erstaunlich, wie detailliert Gottes Wort uns den Eingang in die Tempelanlage beschreibt. Wie wir bereits die letzten Male gesehen haben, handelt es sich hier nicht um ein gewöhnliches Tor – wer hätte geglaubt, dass es so besonders ist, dass wir nach so vielen Wochen immer noch Gemeinschaft darüber haben? Gottes Wort ist so tief, reich und geheimnisvoll für uns, wir können dankbar sein, dass Gott uns so viele Details von seinem Bau zeigt. Es hilft uns in die Erfahrung Seines Sohnes hineinzukommen.

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Das äußere Tor – der Weg zur vollständigen Errettung

Das äußere Tor der Gerechtigkeit – unser Weg zur vollständigen Errettung

Gott macht uns in seinem Wort deutlich, wie wichtig ihm Gerechtigkeit ist. Er, der gerechte Gott, kann Ungerechtigkeit nicht tolerieren. Dies zeigt uns auch das äußere Tor des Tempels, der im Propheten Hesekiel beschrieben wurde.

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Das äußere Tor – Eingang in die Tempelanlage

Wie möchte Gott heute unter uns Christen wohnen? Wie möchte er die Gemeinde bauen? Gott hat klare Vorstellungen darüber, wie sein Haus, die Gemeinde, auszusehen hat. Dies zeigt er uns unter anderem in dem Buch des Propheten Hesekiel anhand des Tempels. Im Kapitel 40 beginnt die detaillierte Beschreibung dieses Tempel. Zum einen wird dieser Tempel von dem Volk Israel im kommenden tausendjährigen Reich gebaut werden, zum anderen hat dieser Tempel für uns Christen eine geistliche Bedeutung und soll uns zeigen, wie Gott sein Haus, die Gemeinde, heute bauen will.

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Christus, der Baumeister der Stadt Gottes

Zu der Zeit, als das Volk Israel in babylonischer Gefangenschaft war, erschien Gott dem Propheten Hesekiel und zeigte ihm einen neuen Tempel. In den Kapiteln 40-48 von Hesekiel ist dieser Tempel bis ins Detail beschrieben. Gott zeigte Hesekiel sogar die Abmessungen, welche dieser Tempel haben sollte. Der Baumeister dieses Tempels ist Christus. Dieser ist Hesekiel erschienen, um ihm den Bau des Tempels zu zeigen:

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Die Bauwerke Gottes

Gott ist ein Baumeister. Seit der Erschaffung des Menschen baut er entweder selbst oder lässt durch Menschen etwas bauen.

Es beginnt schon ganz am Anfang der Menschheitsgeschichte:

„und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen.“ (1. Mose 2:22)

Diese Formulierung hier ist erstaunlich: Die Bibel sagt uns, dass Gott die Frau nicht erschafft, sondern dass er sie baut. Und zwar baut er sie aus der Rippe von Adam, dem ersten Menschen.

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Der Eingang ins Himmelreich durch Wasser und Geist

Der Eingang ins Himmelreich durch Wasser und Geist

„Wir haben euch ernstlich bezeugt, dass ihr so wandeln sollt, wie es Gottes würdig ist,
der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft.“
(1.Thessalonicher 2:12)

Gott ist einer, der beruft. Er beruft nicht einfach zu irgendetwas, sondern dieser Vers zeigt uns, was das Ziel von Gottes Berufung ist: Er beruft den Menschen in seine Herrlichkeit und vor allem in sein Reich.

Doch wie können wir teilhaben an dieser hohen Berufung Gottes?

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