NEU: DIE BEDEUTUNG DES GESETZES IM NEUEN BUND

Viele Christen sind der Meinung, dass mit dem Neuen Bund das Gesetz Gottes abgetan sei. Die Gläubigen heute hätten nichts mehr mit dem Alten Testament zu tun und müssten es weder lesen noch befolgen. Als Begründung für solche Gedanken wird oft der Begriff „Gnade“ genannt. Gott sei doch gnädig, so dass wir uns keine Gedanken mehr über das Gesetz machen sollten. Doch stimmen solche Aussagen wirklich mit dem Wort Gottes überein? Was sagt uns die Heilige Schrift über die Bedeutung des Gesetzes im Neuen Bund? Müssen die gerechten Forderungen des Gesetzes heute noch in uns Christen erfüllt werden?

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Die wahrhaftige Anbetung (3)

Um die wahre Anbetung Gottes zu verstehen, müssen wir zurück zur Heiligen Schrift gehen. Dort erlaubte es Gott seinem Volk nicht ihn auf irgendeine Weise anzubeten. Vielmehr gab er spezifische Verordnungen, wie sein Volk ihn anbeten sollte. 5. Mose 12 zeigt uns die Grundprinzipien der Anbetung. Das erste, was Gott befahl, war die Altäre und hölzernen Gottesbilder zu zerstören; weil das Volk Gottes nicht den Traditionen der Menschen folgen soll, selbst wenn es christliche Traditionen sind.

Gott, den Vater, durch die geistlichen Opfer zufriedenstellen

Wie sollen wir dann anbeten? Gott sagt in 5. Mose 12:5 „sondern an dem Ort, den der Herr, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dorthin zu setzen, damit er [dort] wohne, da sollt ihr ihn suchen, und dahin sollst du kommen.” Im Alten Bund war es klar, dass Gott nur einen Ort erwählt hat, dass sein Volk ihn dort anbeten würde. Wäre es den Israeliten überlassen worden, käme es zur Spaltung. Sie hätten mindestens zwölf verschiedene Orte der Anbetung erwählt, da jeder Stamm eine eigene Meinung hätte.

Die erste Bedingung für die wahrhaftige Anbetung ist am an dem Ort zu sein, den der Herr erwählt hat. Man kann Gott nicht an einem beliebigen Ort oder auf beliebige Weise anbeten. „Ihr dürft es nicht mehr so machen nach allem, wie wir es heute hier tun, dass jeder all das tut, was in seinen Augen recht ist.” (5. Mose 12:8). Genauso ist es heute unter Gottes Volk: Alle beten Gott so an, wie es ihnen recht scheint. Wir können nicht davon ausgehen, dass das, was viele Christen tun um Gott anzubeten, ihn auch zufriedenstellt. Manche mögen gemäß ihrem Geschmack eine Hausgemeinde, eine Studentengemeinde, oder eine xy-Gemeinde aussuchen. Aber Gott hat Jerusalem erwählt! Heute ist die Gemeinde das Jerusalem des Alten Bundes.

Die zweite Voraussetzung ist, geistliche Opfer zu bringen, die Gott angenehm sind. „Sondern an der Stätte, die der HERR in einem deiner Stämme erwählen wird, dort sollst du deine Brandopfer opfern, und dort sollst du alles tun, was ich dir gebiete.” (5.Mose 12:14). Die Opfer des Alten Bundes waren das Brot Gottes (siehe 3.Mose 3:11; 21:6,8,17; 4.Mose 28:2). Gott möchte, dass sein Volk ihm Speise bringt, dass er zufrieden gestellt wird! Heute ist Christus die Wirklichkeit aller Opfer. Wenn wir also dem Vater ein Opfer darbringen wollen, bringen wir den Christus, den wir erfahren haben, zum Fest in der Gemeinde. Das Fest in der Gemeinde ist der Tisch des Herrn, den Christus selbst kurz vor seinem Tod am Kreuz beim Passahfest eingesetzt hat.  Christus hat also das Passahfest (und damit alle Feste in 3.Mose 23) durch den Tisch des Herrn in der Gemeinde ersetzt. Dort genießen wir die Wirklichkeit des Festes, nämlich Christus. Wir können dies alles folgendermaßen zusammenfassen:

 Alt                                Neu

  1. Jerusalem  –>  Gemeinde
  2. Priester       –>  Gläubige
  3. Fest               –>  Tisch des Herrn
  4. Opfer            –>  Christus

Um Gott ein geistliches Opfer zu bringen, müssen wir auf dem Guten Land, welches Christus ist, arbeiten. Das Gleichnis von den Talenten (Mt. 25:14-29) zeigt, dass wir Gott nicht einfach zurückgeben können, was wir von ihm empfangen haben. Genauso wenig konnten die Israeliten das Manna, dass sie von Gott empfingen, als Opfer darbringen. Vielmehr mussten sie auf dem Guten Land arbeiten, ernten und dann den besten Teil der Ernte als ein Opfer nach Jerusalem bringen.

Wir sind alle gerettet, aber Gott möchte auch eine Frucht, eine Veränderung in uns sehen; das ist dann die Frucht, die der Vater genießt. Deshalb ist es nicht ausreichend, wenn ein Wort uns lediglich berührt. Was den Vater zufriedenstellt ist, wenn etwas in uns verändert und umgewandelt wird.

Als wahrhaftige Anbeter also erfahren wir Christus täglich, sodass etwas in uns verändert wird, und bringen dies als ein Opfer in sein Haus- dann wird der Vater zufrieden sein. Lobt den Herrn!

Foto: (c) iris-bg.de