Jesus ist wahrhaftig der Christus (fortlaufende Artikel…)

I. Jesus Christus – die Hauptsache und der Mittelpunkt im Wort Gottes


In diesen fortlaufenden Artikeln wollen wir zeigen, dass Jesus wahrhaftig der Christus ist. Natürlich glauben wir alle, dass Jesus der Messias ist, aber wenn wir gefragt werden, woher wir das wissen, dann können wir vielleicht keine klare Antwort geben. Daher wollen wir anhand des Wortes Gottes sehen und beweisen, dass Jesus tatsächlich der verheißene Christus ist. Gott möchte, dass alle Menschen wissen,
dass Jesus der Christus ist. Aber wie können wir das ohne Gottes Wort wissen?Wie prüfst du, wenn jemand von sich behauptet, er sei der Christus, ob es wahr ist? Wo ist der Beweis, dass Jesus der Christus ist? Es gibt keinen anderen Beweis als das Wort Gottes! Warum hat Gott uns Menschen die Bibel gegeben? Wovon redet dieses Buch? In diesem Buch finden wir alle Verheißungen, alle Prophetien, alles, was wir über diesen Christus wissen sollen, denn Gott möchte, dass alle Menschen diesen Jesus, den er gesandt hat, der der Sohn Gottes und der verheißene Messias ist, kennen. Daher ist es sehr wichtig, dass wir das Wort lesen. Wie hat Jesus selbst bewiesen, dass er der Christus ist? Durch die Schrift! Nicht durch Wunder, wie z.B. indem er Wasser in Wein verwandelte. Wunder tut nicht nur der Herr, das kann auch sein Widersacher. Aber als Jesus auf dieser Erde lebte, hat er immer wieder die Schrift benutzt, um zu beweisen, dass er der Sohn Gottes, der Christus ist.

Wie oft heißt es im Matthäusevangelium „damit erfüllt würde“ was die Propheten über den Herrn gesagt haben (vgl. Mt. 2:15, 17, 23; 4:14; 8:17; 12:17; 13:14, 35; 21:4; 26:54; 27:9). Wie oft hat der Herr selber diese Worte gesagt: „damit die Schrift erfüllt wird“! Welchen Eindruck erweckt das bei uns? Daran können wir sehen, wie wichtig die Schrift ist und dass alles erfüllt werden muss.
Wenn jemand behauptet, dass er der Christus sei, dann muss er alles, was in diesem Buch über den Christus geschrieben steht, erfüllen. Wer kann das? Niemand ist dazu fähig, außer der Herr. Allein, dass wir in der heutigen Zeit leben, ist ein Beweis, dass keiner von uns der Christus sein kann. Du brauchst nur zu fragen: Wann bist du geboren?

Die Bibel ist ein wunderbares Buch, das wir alle schätzen und lieben müssen. Es ist das Wort Gottes, in dem er alles über seinen Sohn Jesus Christus bezeugt. Je mehr wir in diesem Buch lesen, desto mehr entdecken wir von diesem wunderbaren Christus.

Wie viele Schreiber hat dieses Buch? Gott hat es durch verschiedene Menschen über einen langen Zeitraum von fast 1000 Jahren schreiben lassen. Und vom 1.Buch Mose bis zum letzten Buch im Alten Testament, dem Propheten Maleachi, reden alle von diesem wunderbaren Christus. Wovon redet Jesaja, wovon reden Sacharja und die Psalmen? Sprechen sie nicht alle über diesen wunderbaren Christus? Nach den Propheten dauerte es dann noch ca. 350 Jahre, bis der Herr Jesus kam und alles erfüllte. In der ganzen Geschichte der Menschheit gab es noch nie ein Buch, das über einen Menschen geschrieben wurde, bevor dieser geboren war. Und schon gar nicht viele Hunderte von Jahren vor seiner Geburt.
Die Schrift wurde von Menschen geschrieben, die vom Heiligen Geist dazu getrieben worden waren. Mose war ein erstaunlicher Mensch, er konnte ein Millionenvolk aus Ägypten durch die Wüste hindurch in das gute Land leiten. Wer von uns wäre dazu fähig? Er konnte fünf Bücher durch die Eingebung Gottes schreiben. Lasst uns dazu 2.Petrus 1:19-21 lesen: „Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut gut, darauf zu achten als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen, indem ihr das als Erstes wisst, dass keine Weissagung der Schrift aus eigenem Auslegen kommt; denn keine Weissagung wurde je aus dem Willen des Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, vom Heiligen Geist getrieben.“ Das Wort Gottes ist so wunderbar, und sein Christus ist gekommen und hat jedes Wort erfüllt. Wenn wir das sehen, werden wir alle vom Wort Gottes überzeugt sein, und es wird uns schwer fallen, nicht zu glauben.

Immer wieder lesen wir in den vier Evangelien die Redewendung: „dass alles erfüllt wird“. Welch ein Mensch war doch unser Herr! Sein ganzes Leben war darauf ausgerichtet, jedes Wort der Schrift, das von ihm redete, zu erfüllen. Was für ein Leben hat er geführt! Wir Menschen tun viele Dinge, die nicht mit dem Wort Gottes übereinstimmen. Oft sind wir vermessen und tun, was wir für richtig halten, ohne uns um Gott und sein Wort zu kümmern. Doch der Herr hat während seines Lebens auf dieser Erde jedes Wort erfüllt. Er hat nichts weggelassen und auch nichts hinzugetan. Welch ein Mensch, was für ein Gehorsam! Wie schmal war sein Weg, wie sehr hat sich der Herr durch das Wort eingeschränkt! Er sagte einmal: „Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist immer bereit“ (Joh. 7:6).

Die Menschen taten, was sie wollten, aber der Herr konnte so nicht leben. Er hat in seinem menschlichen Leben Gehorsam gelernt (Hebr. 5:8). Es war bestimmt nicht einfach für ihn, alles zu erfüllen. Jedes Gesetz und alle Satzungen, alles was Mose in seinen fünf Büchern und David in den Psalmen über ihn geschrieben haben, musste der Herr erfüllen. Die Psalmen, in denen viel vom Leiden die Rede ist, sind nicht nur ein Trostbuch für uns, sondern sie zeigen uns vielmehr, auf welchem Weg der Herr in die Herrlichkeit gegangen ist. Wer hat ihn auf diesem Weg getröstet? Der Herr hat jedes Wort erfüllt. Wie wunderbar ist das Wort Gottes und wie wunderbar muss diese Person sein, die solch ein Wort erfüllen kann!

Heute lernen wir im Gemeindeleben, durch den Geist alles zu erfüllen, was Gott in seinem Wort über die Gemeinde geschrieben hat. Der Herr hatte keine Wahl. Er konnte nicht wählen, wann er sterben wollte und auch nicht, wie er sterben wollte – alles war ihm vorgeschrieben. Von seinem ersten Kommen bis hin zu seinem zweiten Kommen muss die ganze Schriftrolle erfüllt werden. In den 27 Büchern des Neuen Testaments, von den vier Evangelien bis hin zum Buch der Offenbarung, sehen wir die Erfüllung in dieser Person Jesus Christus. Es geht uns heute nicht um die Lehre, sondern um die Erfüllung der Schrift. Was hätte es genützt, wenn der Herr nur richtig gelehrt, aber nichts erfüllt hätte? Wenn immer wir zum Wort Gottes kommen, wollen wir nicht nur Wissen bekommen, sondern haben das Verlangen: „Herr, ich möchte danach handeln, ich möchte so leben, wie du auf dieser Erde gelebt hast.“ Wir sind heute sein Leib auf dieser Erde und es ist doch undenkbar, dass Haupt und Leib unterschiedlich handeln, dass das Haupt alles erfüllt, sein Leib dagegen macht, was er will? Die Gemeinde muss dem Haupt völlig entsprechen. Die Gemeinde braucht die gleiche Haltung wie das Haupt, nämlich alles gemäß der Schriftrolle zu erfüllen. Diese Haltung brauchen wir alle. Könnt ihr euch vorstellen, dass der Herr ein paar Stellen aus der Schrift ausgelassen oder nur das erfüllt hätte, was ihm gefiel? Das wäre undenkbar, dann wäre alles vergeblich gewesen und nichts vollendet worden. Es ist gar nicht so einfach, der Messias zu sein. Wenn daher heute jemand von sich behauptet, dass er der Christus sei, dann kannst du das leicht anhand der Schrift prüfen.
Der Herr selbst benutzt die Schrift, um zu beweisen, dass er der Messias ist. Außer der Schrift gibt es keinen Beweis. Als der Geist an Pfingsten ausgegossen wurde sagte Petrus: „Das ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist“ (Apg. 2:16).

Lasst uns einige Verse aus der Apostelgeschichte lesen: „Saulus aber gewann immer mehr an Kraft …“ (Apg. 9:22). Wie sieht es in unserem Christenleben aus? Gewinnen wir immer mehr an Kraft oder werden wir immer schwächer und schwächer? Es soll unser Wunsch und unsere Erfahrung im Gemeindeleben sein, dass wir immer mehr an Kraft gewinnen. Nicht nur Einzelne, sondern die ganze Gemeinde.
„… und brachte die Juden in Verwirrung, die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass dieser der Christus ist“ (9:22). Nicht Paulus wurde verwirrt, sondern er verwirrte die Juden. Wie tat er das? Indem er bewies, dass Jesus der Christus ist. Was Paulus sagte, hatte Hand und Fuß, es war völlig auf die Schrift gegründet und daher vermochte niemand, ihn zu widerlegen.
„Und nach seiner Gewohnheit ging Paulus zu ihnen hinein und redete an drei Sabbaten zu ihnen aus der Schrift, indem er ihnen eröffnete und darlegte, dass der Christus leiden und von den Toten auferstehen musste, und sagte: Dieser Jesus, den ich euch verkündige, ist der Christus“ (17:2-3). Paulus hielt keine schöne Sonntagspredigt. Er hatte vielmehr ein starkes Anliegen, den Menschen zu zeigen und sie davon zu überzeugen, dass dieser Jesus tatsächlich der Christus ist. Wir sollen nicht nur etwas daherreden, sondern das Wort muss in den Zuhörern etwas bewirken. Sie waren blind und Paulus musste ihnen die Augen öffnen. Dazu war er von Gott gesandt: „… ihre Augen zu öffnen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht …“ (26:18). In aller Einfachheit und Klarheit legte er ihnen die Wahrheit über Christus dar. Jesus Christus ist der Brennpunkt in der Bibel. Dieses Buch redet hauptsächlich von Jesus Christus, und wir alle sollen lernen, den Menschen anhand dieses Buches den wunderbaren Christus zu zeigen. Möge der Herr uns Weisheit geben, nicht kompliziert und ausschweifend zu reden, sondern die Schrift so zu öffnen und darzulegen, dass die Menschen Christus als die Hauptsache und den Mittelpunkt im Wort Gottes erkennen können. Natürlich gehört zu Christus immer auch die Gemeinde. Aber auch hier in der Gemeinde ist das Wichtigste dieser Christus, der unsere Wirklichkeit ist.

„Und als Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, widmete sich Paulus ganz dem Wort und bezeugte den Juden klar, dass Jesus der Christus ist“ (18:5). Paulus widmete sich mit seinem ganzen Sein dem Wort und daher konnte er den Juden auch klar bezeugen, dass Jesus der Christus ist. Wenn wir das Wort lesen, dann wollen wir nicht nur irgendetwas darin finden, sondern wir kommen mit Gebet in die Gemeinschaft mit dem Herrn und lassen uns vom Heiligen Geist erleuchten und leiten, um den Herrn zu ergreifen. Das war die Haltung von Paulus, als er den Philipperbrief schrieb. Er wollte nicht nur ein bisschen über Christus wissen, sondern sein Verlangen war, ihn völlig zu erkennen. Er war nicht zufrieden mit dem, was er schon vom Herrn erkannt hatte, sein Wunsch war, immer mehr von ihm zu erkennen und zu ergreifen (Phil. 3:10-12). In Jeremia sagte der Herr einmal: „Rufe mich an, dann will ich dir antworten und will dir Großes und Unfassbares mitteilen, das du nicht kennst“ (Jer. 33:3). Wir wissen bestimmt noch nicht alles über den Christus, und es gibt noch so viel von ihm zu erfassen. Paulus ist uns darin ein Vorbild, von dem wir alle lernen können. Immer wieder hat er Neues von Christus im Wort entdeckt und den Juden klar bezeugt, dass Jesus der Christus ist. Lasst uns von ihm lernen. Wenn wir einmal keine klare Antwort geben können, dann gehen wir erneut zur Schrift, um mehr zu sehen und klare Antworten geben zu können. So hat sich Paulus immer wieder der Schrift gewidmet, um in allen Fragen klare Antworten geben zu können. Haben wir diese Herzenshaltung? Gottes Wort gibt uns auf alle Fragen über den Christus Antwort.

„… denn mit Kraft widerlegte er die Juden öffentlich, indem er aus der Schrift zeigte, dass Jesus der Christus ist“ (Apg. 18:28). Wenn wir nicht im Wort gegründet sind, dann haben wir auch keine Kraft. Lasst uns alle lernen, die Menschen davon zu überzeugen, dass unser Jesus wirklich der Christus ist, der verheißene Messias.

Dieses Wort soll uns alle erwecken und anregen, noch mehr zum lebendigen Wort zu kommen, nicht um Lehre und Wissen daraus zu bekommen, sondern vielmehr um darin Christus zu sehen und zu ergreifen. Dann können wir anderen Menschen die Augen öffnen, indem wir ihnen klar darlegen, dass Jesus der Christus ist. Und wir selber wollen solche Menschen sein, die wie der Herr in allem lernen, gemäß dem Wort Gottes zu handeln und darin zu wandeln. Der Herr sei mit Euch!