DIE ZEICHEN DER ZEIT ERKENNEN (TEIL 1)

Der Herr kommt wirklich bald. Wir glauben das nicht einfach nur, sondern es gibt viele Zeichen der Zeit, die uns dies beweisen. Wenn der Herr kommt, ist dies auch die Erscheinung des Reiches. Das kommende Zeitalter ist die Erscheinung des Himmelreiches. Es ist sehr wichtig, dass wir uns vorbereiten, um es auch zu erben, wenn es kommt. Es wäre wirklich sehr traurig und schlimm, wenn wir es verpassen würden. Das Reich zu erben ist ja unsere Hoffnung der Herrlichkeit. Schon die Propheten zur Zeit des Alten Bundes haben darüber geredet. Daniel hat dreimal gesagt, dass die Heiligen das Reich empfangen werden (z.B. Dan. 7:18). Möchtest du nicht dabei sein?

Der Kampf um das Reich

Es wird allerdings ein Kampf. Die ganze Welt liegt in dem Bösen (vgl. 1.Joh. 5:19). Meinst du, er wird dir das Reich einfach so geben? Nein. Das ist ein Problem. Und der Herr möchte, dass wir dieses Reich zurückgewinnen. Lobt den Herrn, er ist gekommen und hat den Feind vernichtet. Er hat überwunden, sitzt heute auf dem Thron und möchte uns auch dahin bringen. Der Thron ist das Ziel. Deshalb ist der Hebräerbrief für uns so wichtig. Nachdem der Herr die Erlösung vollbracht hat, ist er aufgefahren und sitzt jetzt zur Rechten der Majestät und wartet, bis alle seine Feinde zum Schemel seiner Füße gemacht werden (vgl. Hebr. 1:3, 13).

Arbeiten wir wirklich mit, dass alle Feinde zum Schemel seiner Füße gemacht werden? Kämpfen wir mit? Wie viel haben wir getan, um das zu verwirklichen? Es ist ein Kampf. Und der Herr braucht heute eine gesunde Armee. Wir reden so gerne von Christus und der Gemeinde (vgl. Eph. 5:32). Aber wir hören meistens nach Epheser 5 auf. Wer von uns schätzt Epheser 6? Wir schätzen alle Epheser 1 bis 5. Aber lobt den Herrn, jetzt schätzen wir auch Epheser 6, weil es dort um das Reich geht, um einen Kampf. Warum steht dies in Epheser 6? Weil das Ziel das Reich ist. Es geht nicht um ein schönes Gemeindeleben mit wunderbaren Sonntagsversammlungen, sondern es geht darum, einen geistlichen Kampf zu kämpfen, und zwar bis zum heutigen Tag. Das Reich zu ererben bedarf eines Kampfes.

Der Feind will das Wort rauben

Warum ist das Reich der Himmel ein Geheimnis? Die Entwicklung des Reiches Gottes ist nicht so einfach, weil es einen Feind gibt. Außerdem ist unser Herz gefallen. Gleich am Anfang von Matthäus 13, wenn das Wort des Reiches gesät wird, kommt der Böse wie ein Raubvogel, um dieses Wort sofort zu rauben. Denke nicht, dass es so einfach ist! Wir haben so viele Jahre das Wort des Herrn gehört. Aber wenn wir zurückschauen, müssen wir uns fragen: Wie viel hat dieses Wort gewirkt? Wie viele Geschwister im Herrn sind nach fast 50 Jahren Gemeinde geblieben? Leider nicht so viele. Das zeigt, dass es nicht so einfach ist. Es ist ein Kampf, weil es einen Feind gibt und weil unser Herz gefallen ist.

Wenn unser Herz nicht stimmt und nicht ständig vom Herrn behandelt wird, so werden wir eines Tages den Weg des Herrn verlassen. Satan nutzt den gefallenen Zustand unseres Herzens aus und bringt uns zu Fall. Dies sehen wir durch die ganze Schrift hindurch. Gleich am Anfang, als Gott Adam und Eva geschaffen hatte, hat der Feind gar keine Zeit verloren. Sofort war die Schlange da. Der Feind war frech, direkt und hat nicht gewartet. Doch der Herr hat ihn nicht gestoppt. Wenn du Gott wärst, was hättest du gemacht? Hättest du die Schlange sofort gestoppt? Das war nicht Gottes Weg, auch wenn wir vielleicht nicht alles verstehen können. Gott hat den Menschen in einer wunderbaren Weise geschaffen. Er möchte, dass wir freiwillig mit ihm zusammenarbeiten. Das ist eine Herausforderung. Doch der Feind ist sofort da. Bevor Adam und Eva vom Baum des Lebens essen und daran Anteil haben konnten, war Satan schon dort. Meinst du, heute ist es anders?

Betrachtet einmal das Volk Israel. Es sollte damals das Reich Gottes auf dieser Erde darstellen. Gott wollte durch Israel herrschen und seinen ganzen Plan ausführen. Aber der Feind hatte es verstanden, Israel zu verderben. Sein Haus wurde zu einem Haus des Götzendienstes. Am Ende musste Gott sein Haus verlassen. Die Herrlichkeit des Herrn hatte den Tempel verlassen. Das sehen wir klar im Buch Hesekiel. Nebukadnezar ist gekommen und hat alles zerstört. So musste Gott seinen Tempel aufgeben.

Im Neuen Bund ist der König selbst gekommen. Sein Kommen war ebenfalls ein Krieg. Meinst du, der Herr hat es als ein Mensch auf der Erde einfach gehabt? Er war der einzige, der ganz für Gottes Reich gestanden ist. Sogar war er der König selbst. Sein Kommen war das Kommen des Reiches (vgl. Mt. 12:28).

Der König braucht ein Reich

Das Kommen des Reiches Gottes hatte also schon immer mit Kampf zu tun. Meinst du, der Kampf hört auf? Der Herr war zunächst der einzige, der diesen Kampf gekämpft hat. Doch er braucht ein Volk, ein Reich, das letztlich mit ihm diesen Kampf gewinnt. Wir sollen heute sein Reich. Einen König ohne Reich gibt es nicht. Und nachdem der Herr als König jetzt hier oben sitzt, wartet er auf uns. Aber niemand kümmert sich um das Reich. Wir sind zwar gerettet, wiedergeboren, predigen das Evangelium und so viele Menschen auf dieser Erde sind gläubige Christen geworden – aber sie sind nicht für das Reich. Niemand kümmert sich darum. Wir Gläubige sind leider für viele andere Dinge.

Was sollen wir tun? Was soll der Herr machen? Das Evangelium ist das Evangelium des Reiches. Und das Wort, dieser Same, ist ein Same des Reiches, den er in uns hineingesät hat. Es ist nicht nur das Wort der Errettung oder das Wort der Gnade, auch nicht nur das Wort des Lebens oder der Gerechtigkeit. Dies sind alles nur einzelne Aspekte. Aber das Ziel ist das Reich.

Wenn ich den Samen eines Apfelbaumes pflanze, was bekomme ich dann? Einen Apfelbaum. Der Herr hat Samen des Reiches gepflanzt. Was meinst du, dass er ernten möchte? Das Reich. Nicht eine Denomination oder nur eine Versammlung oder nur ein paar Leute, die ihn lieben. Er möchte sein Reich bekommen. Deshalb hat er gesagt, wie wir beten sollen: „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme…“ (vgl. Mt. 6:9ff). Sein Reich muss kommen.