Die Höhe des Tores

„Und er maß die Höhe der Pfeiler, 60 Ellen.“ (Hesekiel 40:14a)

Es ist überaus erstaunlich, wie detailliert Gottes Wort uns den Eingang in die Tempelanlage beschreibt. Wie wir bereits die letzten Male gesehen haben, handelt es sich hier nicht um ein gewöhnliches Tor – wer hätte geglaubt, dass es so besonders ist, dass wir nach so vielen Wochen immer noch Gemeinschaft darüber haben? Gottes Wort ist so tief, reich und geheimnisvoll für uns, wir können dankbar sein, dass Gott uns so viele Details von seinem Bau zeigt. Es hilft uns in die Erfahrung Seines Sohnes hineinzukommen.

Nachdem wir viel über die Länge des Tores gesprochen haben, die uns zeigt, dass es nach unserer geistlichen Wiedergeburt ein durchaus langer Weg mit vielen Prüfungen bis zur vollständigen Errettung unserer Seele ist, haben wir uns heute im Bibelkreis angeschaut, wie hoch das Tor ist. Es ist sehr hoch, 60 Ellen, das sind ungefähr 30 Meter. Zum Vergleich: Das Brandenburger Tor in Berlin erreicht eine Höhe von 20,3 Metern.

Warum ist das Tor so hoch?

Dieses gewaltige Tor soll denen, die hindurchgehen, eine Ehrfurcht vor der Größe Gottes geben. Wie klein wird man sich in einem 30 Meter hohen Tor vorkommen!
Weil wir gefallene Menschen sind und daher in Gottesferne leben bzw. gelebt haben, haben wir keine Vorstellung mehr davon, wie groß und gewaltig eigentlich unser Schöpfer ist. Deswegen möchte uns Gott als allererstes in diesem Tor von seiner Größe beeindrucken. Es ist gesund und gut für uns, wenn wir so eine gewisse Furcht vor Ihm bekommen – diese wird uns davor bewahren, in Seinem Haus einfach das zu machen, was uns gefällt. Gott macht durch das Tor unmissverständlich klar, dass wir in Seinem Tempel dienen sollen, wie es Ihm entspricht.
König David hat den Herrn in dieser Weise sehr gut gekannt – er sagt in Psalm 131:

„O HERR, mein Herz ist nicht stolz, und meine Augen sind nicht hochmütig. Ich gehe nicht mit Dingen um, die mir zu groß und zu wunderbar sind.“ (Psalm 131:1b)

Auch wir müssen, wenn wir den Wunsch haben Gott zu dienen, Seine Größe erkennen. Es wird uns bewahren, stolz und vermessen zu werden. Die Heilige Schrift gibt uns einige warnende Beispiele von Menschen, die Gott dienen und anbeten wollten, aber es auf ihre eigene Weise getan haben (vgl. 1.Mose 4:1-16, 3.Mose 10:1-7, 1. Samuel 15, 2.Samuel 6:1-7, 2.Chronik 26:16-21).

Durch die Vision dieses mächtigen Eingangs in Gottes Haus werden wir uns demütigen und nicht vermessen vor Gott kommen, sondern Ihn fragen, wie Er angebetet werden möchte.