ARM IM GEIST UND REIN IM HERZEN

Jesus Christus wird bald wiederkommen und das Reich Gottes auf der Erde aufrichten. Wenn wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten wollen, müssen wir die Verfassung von Gottes Reich kennen und danach leben. Nur wer heute schon unter der Herrschaft Christi lebt, wird auch im kommenden Reich mit dabei sein.

Die Seligpreisungen am Anfang der Verfassung (die sogenannte Bergpredigt in Matthäus 5-7) beschreiben die Tugenden eines Menschen, in dem Jesus Christus herrscht. Menschen im Reich Gottes müssen also trauernd und sanftmütig sein, aber gleichzeitig auch gerecht und barmherzig. Sie müssen auch Friedensstifter sein. Allerdings stechen zwei der in Matthäus 5:1-12 beschriebenen Eigenschaften hervor, weil sie mit unserem Sein zu tun haben. Diese Eigenschaften kann man nicht direkt im Umgang mit anderen Menschen erkennen. Sie sind:

  • Arm im Geist
  • Rein im Herzen

„Selig sind die Armen im Geist, den ihnen gehört das Reich der Himmel“ (Matthäus 5:3). Niemand möchte gerne arm sein. Warum ist gerade dieser Zustand von Gott gesegnet? Das Problem von uns Gläubigen ist, dass wir sehr schnell geistlich satt sind und uns mit Bibelwissen und vergangenen Erfahrungen zufriedengeben. Doch der Geist in uns hat immer den Wunsch nach Gemeinschaft mit dem Vater und den Sohn. Er hat einen Hunger nach mehr von Christus. Paulus sagt: „Nicht, dass ich es schon ergriffen habe oder schon vollendet bin, ich jage aber nach…“ (Philipper 3:12a). Das Wort Gottes wird nie alt – es ist immer aktuell, frisch und lebendig. Wir aber werden geistlich sehr wohl alt. Wir geben uns schnell mit „alter Speise“ zufrieden. Zum Beispiel lesen wir so gerne christliche Bücher, die Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte alt sind, und bleiben bei dem stehen, was die Autoren damals von der Wahrheit gesehen haben. Doch arm im Geist ist jemand, der immer frische Speise von Gott sucht und fragt: Wie geht es heute weiter? Was ist Gottes aktuelles Sprechen? (vgl. Jeremia 33:3)

„Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott sehen“ (Matthäus 5:8). Der Geist Gottes ist seit der Wiedergeburt in uns, aber die Frage ist nun: Wie sieht es in unserem Herzen aus? Ohne ein reines Herz geht es in Gottes Reich nicht weiter. Die erste Aufgabe des Geistes ist, Licht in unser Herz hineinzubringen und es aufzuräumen: „Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN; sie durchforscht alle verborgenen Kammern des Inneren“ (Sprüche 20:27). Der Geist soll unser ganzes Herz durchleuchten. Er muss auf unseren Willen, unsere Gedanken und Gefühle leuchten. Ein reines Herz hat viel damit zu tun, welche Gedanken wir in unseren Herzen zulassen. Wenn wir unreine oder komische Gedanken in unserem Herzen pflegen, werden wir Gottes Willen nicht verstehen. Vielmehr muss unser Denken erneuert werden (vgl. Epheser 4:23; Römer 12:2). Als Gläubige brauchen wir ein gesundes und reines Herz. Dafür ist unsere Mitarbeit notwendig. Das ist die Voraussetzung, dass der Heilige Geist wirken kann und dass Frucht in uns wächst für Gottes Reich. So sollen alle Tugenden Christi, die in der Verfassung beschrieben sind, in unserem Leben Wirklichkeit werden.

Das Salz der Erde

Im Matthäusevangelium zeigt uns Jesus, dass wir als Gläubige das Salz der Erde sind. Auf diese Weise sollen wir als Söhne des Reiches Einfluss nehmen auf unsere Umgebung.

„Ihr seid das Salz der Erde“ (Matthäus 5:13a).

Als Gläubige in Gottes Reich, sollen wir das Wesen Jesu auf dieser Erde zum Ausdruck bringen. Wie können wir das tun? Salz hat die Eigenschaft, den Geschmack des Essens hervorzubringen. Ohne das Salz schmeckt selbst das beste Essen nach nichts. Erst das Salz bewirkt, dass der typische Geschmack eines Essens wahrgenommen werden kann.
So verhält es sich auch mit uns, die wir wiedergeboren sind. Wir haben alle das Leben Christi empfangen und Er lebt in uns. Dieses Leben soll in unserem Alltag zum Ausdruck kommen und Gott verherrlichen. Deshalb ermahnt uns Jesus, salzig zu sein. So können die Menschen in unserem Umfeld etwas von Gottes Wesen und seinem Reich schmecken.

Ein anderer Aspekt von Salz ist seine konservierende Eigenschaft – Bakterien können in Salz nicht überleben. In gleicher Weise werden wir von dem Verderben in dieser Welt bewahrt, wenn wir salzig sind. Die Sünde und Nichtigkeit dieses Zeitalters werden dann immer weniger Raum in uns haben.

Jesus warnt uns, nicht fade zu werden:

„Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten wird” (Matthäus 5:13b).

Wenn es bei uns Christen keinen Unterschied zu den Menschen in der Welt gibt, dann sind wir fade geworden und für Gott unbrauchbar. Wir müssen uns die Frage stellen: Wird Christus z.B. an unserem Arbeitsplatz durch unser Reden und Handeln verherrlicht? Sehen unsere Kollegen, dass Jesus in uns wohnt? Wie verhalten wir uns, wenn in unserer Anwesenheit schlecht gesprochen wird? Sind wir dann salzig? Oder schweigen wir oder machen wir sogar mit? Fade sein kann man auch als gleichförmig mit dieser Welt bezeichnen:

“Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene” (Römer 12:2).

Auch zu Hause kann sich die Fadheit bemerkbar machen. Das ist der Fall, wenn wir in unserem Selbst leben, also nicht durch den Geist. Dann ärgern wir uns schnell oder reagieren lieblos, unbarmherzig oder kritisieren die anderen. Wenn solche Dinge in uns vorhanden sind, dann brauchen wir dringend Salz, damit es wieder einen Geschmack des Lebens Jesu an uns zu finden gibt.

Sind wir als Gottes Söhne fade geworden, dann sind wir für nichts mehr zu gebrauchen – weder für Gottes Reich noch für diese Welt. Die Welt verachtet uns, aufgrund unseres Glaubens und für Gott sind wir unbrauchbar, weil Jesus in unserem Leben nicht sichtbar ist. Das ist ein wirklich schrecklicher Zustand.

Salzig werden, indem wir Christus als das Speisopfer erfahren

Von Natur aus sind wir nicht salzig, sondern fade. Wir sind voller Bosheit und Unfrieden. Deshalb brauchen wir die Menschlichkeit Jesu. Er hatte genau die richtige Portion Salz, damit die göttliche Natur in seinem Leben jederzeit zum Ausdruck kam. Jeder, der mit ihm zu tun hatte, hat den Vater gesehen (vgl. Johannes 14:9). In ihm war keine Sünde und kein Verderben. Wie sehr brauchen wir diese Natur! Wir dürfen uns nicht zufrieden damit geben, fade zu sein. Vielmehr ermahnt uns Jesus:

„Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahegekommen“ (Matthäus 4:17).

Wenn wir merken, dass wir in einem Punkt fade geworden sind, können wir sein Leben für uns in Anspruch nehmen. Dadurch gewinnen wir Salz. Wie verhält es sich z.B. mit dem, was wir reden? Reden wir Nichtiges, Sinnloses oder haben wir sogar Teil an sündigem Geschwätz? Das Wort sagt:

„Euer Reden sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt” (Kolosser 4:6).

Wenn wir nun in eine Situation kommen, in welcher der Geist uns an dieses Wort erinnert, dann können wir Gebrauch machen von dem Leben Jesu, welches dieses Wort erfüllt hat. Auf diese Weise werden wir salzig und gewinnen etwas von seiner Menschlichkeit.

SELIG SIND DIE ARMEN IM GEIST (TEIL 2)

Selig sind die Armen im Geist, denn ihnen gehört das Reich der Himmel! (Matthäus 5:3)

Jemand der arm ist, weiß sehr genau, wo es ihm mangelt. Er kann den Mangel beim Namen nennen. Wie ist es bei uns? Erkennen wir unseren Mangel? Oftmals beschränkt sich das Bewusstsein unserer Mängel nur auf das Materielle. Wenn wir uns die Frage stellen, was wir an materiellen Gütern noch alles benötigen, dann können die meisten wahrscheinlich sofort eine lange Liste anfertigen. Wie ist es, wenn es um geistliche Dinge geht? Wenn wir zum Beispiel an unser Gebet denken, erkennen wir, dass unser Fokus oft auf unsere eigenen Bedürfnisse ausgerichtet ist. Doch wie ist unser Bewusstsein für unseren Mangel an Christus? Verspüren wir den Mangel an der Wirklichkeit von Christi Leben in unserem Alltag? Sehen wir den Bedarf, Christus mehr zu leben? Im Buch Offenbarung gibt es eine Gemeinde, die von Christus ermahnt wird:

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Selig sind die armen im Geist (Teil 1)

In der Bergpredigt und den darauffolgenden Kapiteln (Matthäus 5-7) zeigt uns Jesus, was für Menschen wir sein müssen, um am Reich Gottes Anteil haben zu können. Es wird klar, dass wir mit unserem natürlichen Wesen nicht Teilhaber an Gottes Reich sein können, sondern dass wir dazu das Wesen von Christus brauchen, wie es uns in der Verfassung des Reiches in Matthäus 5-7 beschrieben wird. Um ein Kind Gottes zu werden, braucht es keine Voraussetzungen. Ein Gläubiger muss lediglich glauben, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, der für unsere Sünden gestorben und am dritten Tag auferstanden ist. Danach folgt die Taufe. Mehr kann und muss man nicht tun, um gerettet zu werden. Damit wir allerdings Erben von Gottes Reich werden können, muss Gottes Wesen zu unserem Wesen werden. Gott wird uns sein Reich nicht zum Erbe geben, solange wir seinem Wesen nicht entsprechen (vgl. Galater 4:1).

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DAS SÜND- UND ÜBERTRETUNGSOPFER FÜR DIE VERGEBUNG UND BEHANDLUNG UNSERER SÜNDEN

Die Sünde trennt uns Menschen von Gott und macht uns für ihn unbrauchbar. Vielleicht wollen wir als Christen gerne Gott dienen und viele Dinge für ihn tun. Aber Gott möchte in erster Linie sehen, dass wir uns heiligen und uns von der Sünde absondern. Wir können nicht auf der einen Seite Sünde in uns dulden und auf der anderen Seite Gott dienen. Solch einen Dienst wird Gott nicht akzeptieren.

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DIE WIEDERKUNFT DES HERRN IST NAHE!

Die Zeit ist nahe

Wenn es um die Wiederkunft Jesu geht, zitieren viele den Vers: Niemand weiß die Stunde außer der Vater (vgl. Mt. 24:36). In den meisten Fällen ist das Thema damit abgeschlossen. Aber warum redet Jesus dann zwei Kapitel (Matthäus 24-25) über die Zeichen seines zweiten Kommens, die Endzeit und das kommende Reich? Der Herr hat uns die Zeichen der Zeit gegeben um zu beweisen, dass er bald kommt. Heute haben wir die Chance die Wiederkunft des Herrn zu erleben und entrückt zu werden. Das ist einmalig in der Geschichte. Der Teufel, die alte Schlange, hat es geschafft viele Gläubige in Bezug auf das zweite Kommen Jesu zu verführen und zu betrügen.

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In Gemeinschaft mit dem dreieinen Gott leben

Warum hat der Herr nach seiner Auferstehung zu Maria gesagt: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott“ (Johannes 20:17)? Weil sein Gott jetzt auch zu unserem Gott und sein Vater auch zu unserem Vater geworden war.

Und warum hat der Herr zu seinen Jüngern gesagt, dass er sie verlassen muss? „Es ist gut für euch, dass ich weggehe; denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch; wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden“ (Johannes 16:7).
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Christus, unser Vorbild

„Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus für euch gelitten und euch ein Vorbild gelassen hat, dass ihr seinen Fußstapfen nachfolgen sollt, der keine Sünde getan hat, noch wurde Betrug in seinem Munde gefunden, der nicht widerschalt, als er gescholten wurde, nicht drohte, als er litt, sondern alles dem anheimstellte, der gerecht richtet“ (1.Petrus 2:21-23).

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Der HERR, unser Arzt

Der Prophet Jesaja weissagte vor etwa 2700 Jahren über Juda und Jerusalem – doch sein Wort ist heute noch genauso aktuell wie damals. Was den Israeliten damals widerfuhr, ist heute eine Warnung für die Christen zur Zeit des Neuen Bundes. Der Apostel Paulus sagt: „Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist“ (1.Korinther 10:11).

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